Kunst und Liebe für dein Ankommen

#7

Wir liegen bäuchlings auf dem Surfbrett, der Neoprenanzug hält uns warm. Kleine Wellen schwappen unter dem Brett hindurch. Unsere Hände schweben auf der Wasseroberfläche. Mit geschlossenen Augen spüren wir die Bewegungen des Meeres, vertrauen uns dem Board an und atmen durch. Die Arme sind müde, unser Puls geht schnell. Wir brauchen Kraft für die nächste Welle. Als wir die Augen öffnen, glitzert die Sonne auf dem Wasser. Wir drehen den Kopf und schauen zurück. Das nächste Set rollt heran.

Wir warten die erste Welle ab, die zweite wird unsere. Blick nach hinten, Anspannung erfasst den Körper, ein Mischung aus Vorfreude und Angst. Wir gehen langsam ins Hohlkreuz, die Beine gestreckt und gerade. Unser Oberkörper hebt sich unter der Anstrengung. Die zweite Welle kommt. Ein paar Meter, bevor sie uns erreicht, schauen wir wieder nach vorne und nehmen mit langen Armzügen durchs Wasser Geschwindigkeit auf. Die Welle schiebt sich von hinten unter das Board und hebt uns an. Das Weißwasser rauscht neben uns. Die Welle ist gnädig und nimmt uns mit. Wir setzen die Hände aufs Brett, stützen uns hoch und ziehen die Füße in den breiten Stand. Körperspannung, Balance, Gewichtsverteilung. Eine Einheit mit unserem Board. Kontrolliert aufstehen, ein Gefühl für die Welle finden. Die Geschwindigkeit spüren. Loslassen. Und surfen.

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