Schnee im Kopf

Ich liebe Schnee. Sein reines Weiß, das den ganzen Schmutz unter sich versteckt. Vor allem aber liebe ich die Stille. Schnee dämpft Geräusche. Straßenlärm. Stimmen. Und er zwingt uns, langsamer zu machen. Langsamer zu gehen. Und noch viel wichtiger: langsamer zu fahren. Ich muss immer schmunzeln, wenn sich alle darüber aufregen, dass die Straßen nicht geräumt sind. Klar, man wird unruhig, weil man Angst hat, zu spät zu kommen. Zur Arbeit. Zum Termin. Wohin auch immer. Wir hetzen ja eh von einem Ort zum anderen. Aber wenn die Straßen voller Schnee sind, können wir nicht hetzen. Nicht rasen, nicht überholen. Ich mag das sehr. Ich genieße es regelrecht, mit dem Auto zur Arbeit zu schleichen, durch tiefen Schnee zu stapfen und mir die Schuhe abzuklopfen, bevor ich das Büro betrete. Ein kleiner Ausnahmezustand im hektischen Alltag. Auferlegte Ruhe.

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