Dankbar

Wie leicht es uns fällt, unzufrieden zu sein. Zu meckern. Dinge schlecht zu machen und uns selbst zu bemitleiden – meist für Kleinigkeiten, die in anderen Gegenden der Welt nicht mal zum Grundbedürfnis zählen. Wir wissen unser eigenes Leben selten zu schätzen, wollen mehr Wohlstand und sehen dabei kaum, dass der Auslöser für jede Veränderung im Leben wir selbst sind. Anstatt jeden Tag zu genießen und auszukosten, verbringen wir unsere kostbare Zeit mit Warten. Wir warten auf die S-Bahn. Auf die grüne Ampel. Auf die Mittagspause. Auf den Feierabend. Aufs Wochenende. Auf den Urlaub. Und all die Zeit dazwischen geht irgendwie verloren … Wir nehmen ihn kaum wahr, den einzelnen Moment, den wir leben, atmen, fühlen.

Ich versuche, so oft es geht innezuhalten und mir bewusst zu machen, dass gerade etwas Wundervolles passiert. Dass ich gesund bin. Arbeit habe, die mir Spaß macht. Ein wundervolles Kind und tolle Freunde. Dass meine Eltern in meiner Nähe und immer für mich da sind … Und dass ich mein Leben genau so gestalten kann, wie ich es möchte. Ich muss es nur tun.

Ich möchte einfach dankbar sein und um nichts trauern, dass mir vielleicht fehlt. Zumindest nicht zu lange. Vielen anderen fehlt es an mehr. Sicher fällt es mir nicht immer leicht, „grundlos“ glücklich zu sein. Aber wir haben doch nur dieses eine Leben. Sollten wir dann nicht versuchen, das Beste daraus zu machen? Das Beste für uns selbst? Ich finde, das sind wir uns schuldig. Unserer empfindsamen Seele. Und unserem kleinen Herzen.

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